Freitag, 12. April 2013

Mikrowellen-Tassen-Kuchen

Appetit auf Kuchen aber keine Lust auf ewiges mixen von Zutaten, aufräumen, Eierschalen entsorgen und dann noch stundenlanges warten bis der Kuchen gar ist?
Hier kommt die Lösung:
Schnappt euch einfach eine Tasse und einen Esslöffel und los geht’s:

Zutaten:
* 1 Ei
* 4 EL Mehl
* 2 EL Zucker
* 3 EL Kakaopulver
* 2-3 EL Nutella
* 3 EL Öl
* 3 EL Milch

Am besten ihr probiert selber aus, wie es euch am besten Schmeckt!
Nun alles in der Tasse verrühren und in die Mikrowelle stellen. Stellt den Timer erstmal auf drei Minuten und beobachtet selber, wann der Teig aufgegangen und durch ist.

Jetzt vielleicht noch mit ein paar Früchten, Eis oder Sahne garnieren und fertig!
Viel Spaß beim Ausprobieren!

CNH

Nervenkitzel auf höchstem Niveau

Ferien – immer wieder eine gute Gelegenheit Neues zu entdecken und wunderbare Erinnerungen zu sammeln.
Vergangene Woche habe ich einen Hochseilgarten in Mecklenburg-Vorpommern besucht, der über den Köpfen der Leute in einem Erdbeerhof aufgebaut war. Dieser Erdbeerhof liegt in Rövershagen und ist eine Mischung aus Abenteuer, unglaublich vielen Artikeln und einem unverwechselbaren Flair. Neben Erdbeeren gibt es dort so gut wie alles – von einem rosa „Mädchentrecker“ bis hin zu Schweizer Taschenmessern.
Während also unter mir alle gemächlich aßen oder auf der Suche nach Schnäppchen waren, hatte ich die Möglichkeit, etwa zehn bis zwanzig Meter in der Luft durch die Gegend zu klettern – und ich muss sagen, es war wirklich atemberaubend. Teilweise hatte ich tatsächlich das Gefühl zu fliegen, nämlich als ich über ein nur etwa fünf Zentimeter breites Seil balanciert bin.
Hier in der Nähe, in Hademarschen, gibt es ebenfalls einen Hochseilgarten, der jedoch – wie es auch üblich ist – in einem Wald angesiedelt ist. Dort war ich auch vor einigen Jahren und ich kann es nur wiederholen, es ist Nervenkitzel auf höchstem Niveau, der absolute Adrenalinschub.
Wer also Lust auf Abenteuer und zitternde Knie vor Spannung hat, ist in einem Hochseilgarten genau richtig aufgehoben!
Die Ferien sind zwar gerade erst vorbei, doch spannende und unvergessliche Abenteuer kann man auch am Wochenende erleben.
Wenn ihr noch andere spannende Freizeitbeschäftigungen habt, schickt uns doch einfach einen Leserbrief mit euren Ideen.

ric

Musterlösung für Unterricht, der in Erinnerung bleibt

Zurzeit hört man immer wieder, dass sich viele Schülerinnen und Schüler über zu wenig Spaß und Eintönigkeit in den Unterrichtsstunden beschweren. Da ist es doch schön zu wissen, dass wenigstens in manchen Fächern noch ein fairer, unvoreingenommener und zugleich abwechslungsreicher Unterricht vonstattengeht – in jeder Hinsicht.

Nebenfächer sind allgemein als genauso wichtig zu erachten, wie Hauptfächer. Folglich gibt es auch keinen Grund zur Beschwerde, wenn in einem ästhetischen Fach ein Test über die vorherige Stunde geschrieben bzw. gezeichnet wird. Schließlich macht man das in Mathe ja auch.

Sehr wichtig ist auch die Gleichberechtigung der Schüler in einem Kurs. Glücklicherweise ist es bei uns gewährleistet, dass eine begründet vorgebrachte Meinung jedes Schülers – auch bei Meinungsverschiedenheiten- genauso akzeptiert wird, wie die der Lehrkraft.

Besonders in kreativen Fächern können verschiedene Ansichten existieren, ohne sich auszuschließen; - was das Unterrichtsgespräch umso lebhafter gestalten kann.

Es ist toll, dass ein Schüler jede Stunde aufs Neue die Chance bekommt, sich von seiner besten Seite zu zeigen und nicht auf vergangene Konflikte reduziert wird. Somit wird auch die Angst vor möglichen Konsequenzen genommen, die es haben kann, wenn man sich in Konfliktsituationen mit der Lehrkraft für seine Mitschüler einsetzt. Dass sich kritische Meinungsäußerungen nicht auf die Note niederschlagen, ist besonders wichtig. Genauso wie es selbstverständlich ist, dass Äußerlichkeiten – wie beispielsweise ein besonderes Modeempfinden – bei der Notenvergabe außen vorbleiben!

Eine entspannte Atmosphäre im Kurs fördert die Zusammenarbeit. Das Aufkeimen einer Auseinandersetzung wird demnach durch qualifizierte Kommentare über die afrikanische Kultur sogleich eingedämmt.

Bei Wissenslücken in der Allgemeinbildung werden niemals einzelne Schüler bloßgestellt, viel mehr wird das Wissen auf eine pädagogisch wertvolle Weise an den gesamten Kurs vermittelt.

Ein Kurs kann als erfolgreich angesehen werden, wenn er noch weit über die Unterrichtszeit ein großes Gesprächsthema unter den Schülern des gesamten Jahrgangs darstellt und sogar ein ganz neues Gemeinschaftsgefühl entstehen lässt!
 von zwei Schüler/Schülerinnen der 12. Klasse

Buchtipp: Drachenkralle – Die Klaue des Morero (Janika Hoffmann)

Als die Jugendlichen Katharina und Simon sich mit zwei Drachen verbünden, erscheint ihnen das Leben großartig. Doch schon bald wird ihr Glück schlagartig getrübt, denn der böse Igor ist auf der Suche nach der Klaue des Morero – damit könnte er die Menschheit unterwerfen. Gemeinsam mit ihren Drachen machen sich Katharina und Simon auf den Weg, um die Klaue vor Igor zu finden. Doch die Reise birgt viele Gefahren ...
Auch wenn ich kein Fantasy-Fan bin, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Denn bereits vor der Veröffentlichung hatte ich im Internet die schriftstellerischen Aktivitäten der erst 17jährigen Autorin Janika Hoffmann mit großem Interesse verfolgt.
Als ich erst einmal mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Dass ich dermaßen gefesselt war, liegt zum einen an den Figuren. Sie sind so lebendig beschrieben, dass ich sie mir ohne Probleme bildhaft vorstellen und mich in sie hineinversetzen konnte.
Bereits das erste Kapitel erzeugt Spannung – diese wird bis zur letzten Seite gehalten. So oft fragte ich mich, was wohl als Nächstes geschehen würde. Immer wieder überraschte die Autorin mich mit ihren einfallsreichen Ideen.
Das Buch zeichnet sich durch einen lebendigen, abwechslungsreichen und leicht verständlichen Schreibstil aus. Es ist also auch für jüngere Leser gut geeignet.
Allgemein kann ich „Drachenkralle – Die Klaue des Morero“ jedem empfehlen, der Lust auf eine unterhaltsame und fesselnde Lektüre hat.
Es gibt nur wenige Fantasy-Bücher, die mich wirklich überzeugt haben. Janika Hoffmanns Debütroman aber hat mir sehr gut gefallen. Deshalb freue ich mich auf weitere Veröffentlichungen ihrerseits!
von Alicia Langfeld

Hitlerjunge Salomon – ein Rückblick

Als am Donnerstag, den 07.03.'13 Schülerschaaren in die Aula strömten, war vielen sicher nocht nicht bewusst, dass es eine doch etwas andere Informationsverantaltung werden würde.
Sally Perel stellte seine Geschichte, seinen Überlebenskampf als Jude in Nazi-Deutschland, dar. Selten konnte man so viele Schülerinnen und Schüler so gebannt zuhören sehen, wie während der zwei Stunden, die Sally Perel referierte. Er sprach über seine Kindheitsjahre in Peine, Niedersachsen, sein Bewusstsein, die Welt der Erwachsenen ginge die Kinder nichts an, beträfe sie nicht, über das Realisieren dieses Trugschlusses, der Flucht nach Polen, dem Entgleiten aus dem Ghetto von Lodz, der Reise in den russisch besetzten Teil Polens, das Leben in einem Kinderheim und dann von dem Tag, der sein Leben für immer verändern sollte.
Als die Deutschen in den östlichen Teil Polens einfielen, gab er sich als Volksdeutscher aus. Ohne Kontrolle auf Beschneidung wurde er von der Wehrmacht aufgenommen und zuerst als Übersetzer eingesetzt. Zwei Jahre lang kämpfte er auf Seiten der Nazis im Osten, bis er aufgrund seiner Minderjährigkeit und Beliebtheit im Lager wurde er nach Deutschland auf ein Hitler-Jugend-Internat geschickt.
Dort verbrachte er viele Monate, stetig bedacht, von seinen Kommilitonen nicht enttarnt zu werden. Sein Lehrer stellte irgendwann fest, er wäre Arier der Baltischen Rasse. Er selbst bezeichnete die Methoden mit denen die Nazis in dieser Schule agierten immer wieder als sehr effektiv. Auch er selbst, trotz Judentum und dem vollen Bewusstsein, er würde sofort erschossen, würde er jemals enttarnt, konnte sich der Manipulation nicht entziehen. Noch heute käme dieses tief verwurzelte Grauen oder wie er es nannte, das Gift des Nationalsozialismus, immer Mal wieder hoch.

Dass er überlebt hat, knüpft er eng an die Worte seiner Mutter, „Du sollst Leben.“ Kurz nach dem Krieg schon verließ er Deutschland, wurde aktiv im Aufbau des Staates Israel und in der Friedensbewegung, die ihm besonders am Herzen liegt. Er tourt jedes Jahr mehrere Wochen durch Deutschland und hält Vorträge an Schulen. Niemals wieder soll ein solches Verbrechen geschehen und niemals soll dieses Verbrechen in Vergessenheit geraten. Als einer der letzten Zeitzeugen gibt es wohl kaum jemanden, der von den Schrecken des Nationalsozialismus authentischer berichten könnte als er. Seine unglaubliche Überlebensgeschichte soll die Schülerinnen und Schüler nun zu Botschaftern machen, die die Gefahr ideologischer Verblendung aufdecken und abwenden sollen. Eine schwere Bürde, aber eine, für die es sich zu kämpfen lohnt.

FCB

Trinken im Unterricht



Seit Kurzem geht das Gerücht um, dass das Trinken während des Unterrichts ab sofort verboten ist. Dies soll auch durch Lehrer bekannt gegeben worden sein. Die Frage ist: Warum? Welchen Sinn hätte es, Schülern das Trinken im Unterricht zu verbieten? Immerhin ist trinken eine leise Angelegenheit, bei der der Unterricht nicht gestört wird und die ebenfalls keine Ablenkung für Schüler und Lehrer darstellt. Im Gegensatz, trinken ist gut für die Gesundheit und fördert die Konzentration. Die Klassenräume an unserer Schule sind oft stickig und bereiten Kopfschmerzen, wogegen trinken sehr hilfreich ist. Zudem ist es heutzutage ohnehin ein häufiges gesundheitliches Problem, dass Jugendliche zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Den Durst, der möglicherweise in den Stunden kommt, dann zu unterdrücken, wäre kaum verantwortlich. Schließlich sind die Pausen zu kurz, um diesen zu stillen, da Schüler hier andere Sachen zu erledigen haben, wie zum Beispiel rechtzeitig den Raum zu wechseln oder auf Toilette zu gehen, was in den Stunden von den Lehrern ja auch nicht gerne gesehen ist. Zumal die Lehrer die Stunden gerne in die Pause verlängern, wodurch die kurze Zeit noch verkürzt wird. Das Argument, trinken in der Stunde würde die Schüler dazu veranlassen, in den Stunden auf die Toilette zu gehen, ist kaum zu stützen. Schließlich läuft die zu sich genommene Flüssigkeit nicht innerhalb von Sekunden in die Blase, wodurch nötige Toilettengänge zeitlich nicht von dem Trinken in der Pause oder während des Unterrichts abhängig sind.
Alles in allem halte ich ein mögliches Verbot diesbezüglich für nicht vertretbar, da es keine offensichtlichen Gründe gegen das Trinken während des Unterrichts gibt.

LaS

Der Pferdefleischskandal mal anders

Pferdefleisch in der Lasagne – mh lecker … oder etwa nicht?
Mal ehrlich die meisten sagen jetzt, wo alles raus ist, dass sie keine Fertigprodukte mit Fleisch mehr kaufen und Pferdefleisch sehr unappetitlich finden. Das ist eine Sichtweise, die sehr häufig vorkommt, doch ich will euch heute mal Extrembeispiele vorstellen.
Zuerst die Sicht eines totalen Pessimisten, der darüber zum ersten Mal hört: „Pferdefleisch in der Lasagne, ehrlich? Ich wusste das würde eines Tages passieren. Okay, erst einmal Gefriertruhe ausräumen. Danach alles Fleisch wegschmeißen. Wer weiß was da drin ist? Als nächstes kommt noch Reptilienfleisch, oder Pinguin! Nein, ich werde Vegetarier! Veganer! Nein, das hat doch keinen Sinn. Nichts ist mehr gesund heutzutage... So jetzt hab ich euch! Ich esse gar nichts mehr!“
Und jetzt ein Optimist: „Pferdefleisch im Fertigessen also... ach das schmeckt man doch gar nicht heraus! Und gesundheitsschädlich ist es auch nicht. Wird sowieso langsam mal Zeit. In vielen Kulturen ist es völlig normal Pferdemilch zu trinken und Pferdefleisch zu essen. Was die alle wieder haben. Also ich esse jetzt mal meine Lasagne!“
Zum Schluss ein Realist: „Naja ein bisschen ekelig ist das schon, aber Fleisch bleibt Fleisch. Egal von welchem Tier. Dann war das halt mal ein Pferd, was kümmert mich das?“
So jetzt könnt ihr euch mal überlegen wie ihr es seht. Ich persönlich bin die Lokführerin, denn ihr kennt doch alle den Witz: 
Was ist der Unterschied zwischen einem Pessimist, einem Optimist, einem Realist, einem Lokführer?
Der Pessimist sieht das Dunkle im Tunnel.
Der Optimist sieht das Licht am Ende des Tunnels.
Der Realist sieht im Tunnel einen Zug kommen.
Und der Zugführer sieht die drei Idioten auf den Gleisen sitzen.

ChB

Musical-Kritik: Tarzan

Das spektakuläre Musical „Tarzan“, das zur Zeit im Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu sehen ist, handelt von dem Waisen Tarzan, der allein unter Affen im Dschungel Westafrikas aufwächst. Während das Gorillaweibchen Kala ihn ins Herz geschlossen hat, ist Tarzan dem Anführer der Gorillas Kerchak ein Dorn im Auge. Das ändert sich erst, als Tarzan als junger Mann den gefürchteten Leoparden tötet. Doch bald trifft die englische Forschergruppe im Dschungel ein und verändert den Alltag. Tarzan verliebt sich in die ihm gar nicht so unähnliche Jane und macht sich das Erste Mal Gedanken über seine Herkunft. Doch als der Expeditionsleiter Clayton mit einem Gewehr auf die Gorillas losgeht, zwingt Kerchak Tarzan, sich zu entscheiden. Seine Familie oder Jane...
Das Musical basiert auf dem Buch von Edgar Rice Burroughs und auf der Musik und den Texten von Phil Collins. In den Hauptrollen sieht man Alexander Klaws als Tarzan und Ina Trebesinger als Jane.
Die Atmospäre dort ist atemberaubend wenn sich die Gorillas akrobatisch durchs Publikum schwingen und durch das einmalige Bühnenbild und die Kostüme sieht es aus, wie echt. Ich kann es nur weiterempfehlen, denn ein so emotional, wie auch spannend gestaltetes Musical hat man selten gesehen.

FiW

Soviel du brauchst - Wie Kirche und Glauben unser Leben beinflussen können

Das Motto des Kirchentages 2013, welcher in Hamburg stattfinden wird, ist mit 'Soviel du brauchst' clever gewählt. Ob gläubig oder nicht, jedem ist die Entscheidung, wie viel vom Glauben und der Kirche er oder sie braucht, selbst überlassen – niemand braucht sich folglich unter Druck gesetzt fühlen. Dieser Grundsatz gilt aber nicht nur für den kirchlichen Bereich. Jeder kann sein Leben selbst bestimmen; sich also auch bewusst gegen einen Kircheneintritt beziehungsweise für einen Austritt entscheiden. Wenn man sich nun aber für die Kirche entscheidet? Was bedeutet Kirchenzugehörigkeit heutzutage eigentlich? Angestaubte Gottesdienste, 500 Jahre alte Lieder und langweilige Predigten? Ja und nein. Die meisten Gottesdienste werden immer noch nach einer uralten Ordnung abgehalten, traditionelle Lieder werden ebenfalls noch immer gesungen und auch nicht jede Predigt ist spannend oder gar lebenverändernd. Doch seit Jugendarbeit in Deutschland, wie auch im Rest der Welt, wieder vermehrt stattfindet, sind große Veränderungen eingetreten. Jugendliche Mitarbeiter zwischen 12 und 18 Jahren erfrischen das Gemeindeleben, bringen neue Ideen in die Gottesdienstplanung ein und senken den Altersdurchschnitt in den Gottesdiensten erheblich. Die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und Erwachsenen innerhalb einer Kirchengemeinde bringt beiden Seiten Vorteile und neues Wissen; sie schafft die Basis für eine neue Dimension von Gemeindearbeit und gelebtem Glauben. Nicht zuletzt die Gründung der christlichen Pfadfinderverbände und -ringe hat dazu beigetragen, dass der Glauben nicht mehr ausschließlich als angestaubt, fade und einengend angesehen wird.
Allerdings haben Glauben und Kirche heutzutage auch einen negativen Ruf. Glaubenskriege, religiöse Fanatiker und Jesus-Camps haben dazu beigetragen, dass ein Teil der Menschheit den Glauben als schlecht und verwerflich ansieht. Obwohl nicht außer Acht gelassen werden darf, dass Glaubenskrieger ihre Taten mit dem Glauben begründen und ihn damit zu einer Art Waffe machen, bleibt stets zu bedenken, dass die Glaubensfrage optional zu beantworten ist: Jeder Mensch kann glauben, wie viel und was er oder sie möchte. Und noch entscheidender: Wie man seinen Glauben lebt, bleibt ebenfalls dem Einzelnen überlassen. Die evangelische Kirche hat diesen Grundsatz verinnerlicht und stellt die persönliche Freiheit über die Missionierungsaufforderungen des Neuen Testaments. Denn Glauben ist ein Geschenk. Die meisten gläubigen Menschen ruhen in sich und empfinden die Verbundenheit mit Gott als Segen. Die Kirche kann für diese Verbundenheit ein Art Zuhause bilden.
Seit der Reformation, die sich 2017 zum fünfhundertsten Mal jährt, hat die christliche Kirche nicht nur an Anhängern gewonnen, sondern sie hat auch das wertvollste Gut der Menschheit hinzugewonnen: Freiheit. Freiheit, zu glauben, was man glauben kann und will. Jeder Mensch kann frei entscheiden, ob er mit oder ohne die Kirche leben möchte, welchen Glauben er annimmt – Denn im Leben kann jeder so viel Glauben haben, wie er braucht.

SKN

Informationen, die die Welt verändern

Wer seine Informationen wie so viele heute aus dem Internet bezieht, der bekommt ein breites Spektrum an Meinungen und Positionen geboten, das wird sich nun ändern.

Seit einigen Monaten schon beschränken die großen Verlage die kostenlosen Zugriffsmöglichkeiten auf die Informationen ihrer Printmedien. Der Bundestag hat nun ein Gesetz, das Leistungsschutzrecht, verabschiedet, dass es Anbietern wie Google untersagt, weiterhin Artikel im Netz zu verbreiten, bzw. durch ihre Nachichtendienste (in diesem Fall Google News) zu vervielfältigen.

Beides zusammen hat zur Folge, dass das Informationsangebot, dass sich seit Mitte der 90er Jahre stets verbreitert hat, nun zu schrumpfen droht. Eine Entwicklung, die im Digitalzeitalter mehr als der Protektionismus alter Lebensformate – Zeitung – ist. Es ist eine Entwicklung, die einem zu Denken geben sollte, denn das Einschränken der Möglichkeit, Informationen aus möglichst vielen verschiedenen Quellen beziehen zu können, ist eine Einschränkung unseres Rechtes auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Weit hergegriffen? Ganz sicher nicht.
Entfaltung bedeutet Innovation, Innovation verlangt nach Wissen und Wissen beruht auf Information. Eine simple Kette, eigentlich, aber sie wird in ihren Grundfesten erschüttert.

Robert Nef stellt fest, dass Lernen und Lehren immer einhergehen. Auch viele unserer Lehrer betonen immer wieder, sie wollen auch von uns lernen, wie wir auch von ihnen lernen. Zu lernen bedeutet aber auch, Willens zu sein, sein eigenes Wissen weiterzugeben. Besonders wichtig dabei sein, dass man Reproduktion dabei nicht vergisst.
Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob man nur nach Neuem strebt und das Alte vergisst oder ob man sich den Leistungen der Vorwelt annimmt, um sie zu verbessern und zum Positiven einzusetzen.

Und damit schlage ich den Bogen zurück zu den Zeitungen. Werden einem jungen Menschen die Informationen verwährt, die er benötigt hätte, die Welt um nur einen winzigen Bruchteil zu verbessern oder einen Teil in sich zu entdecken, den er ohne diese Information nicht hätte finden können, so ist dies ein entscheidender Eingriff in sein Recht auf eine freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, der so nicht einfach akzeptiert werden darf.

  FCB