In Deutschland ist aktive Sterbehilfe, sowie die Beihilfe zum Suizid, verboten. Aber warum schließen die Deutschen etwas so modernes komplett aus? Es geht doch lediglich darum, Sterbenskrankenmenschen, die kurz vor dem Tod stehen und sich quälen, ein angenehmes, selbstbestimmtes Ende zu beschaffen!
Obwohl ein Großteil der Deutschen christlich geprägt ist, lehnen die meisten die aktive Sterbehilfe nicht aus religiösen Gründen ab. Viel mehr geht es erneut um die Angst vor der deutschen Vergangenheit, denn viele erinnern sich an den Missbrauch der Euthanasie zu Zeiten Hitlers. Erb- und Geisteskranke, sowie viele andere die laut Hitler „unerwünscht“ waren, wurden zwangssterilisiert oder getötet. Nun hat die aktive Sterbehilfe aber nichts mit dem Missbrauch von damals zutun, weshalb der Einwand völlig unbegründet ist.
In einigen Ländern wird die aktive Sterbehilfe sogar bereits erfolgreich angewendet.
Nachdem sorgfältig geprüft wurde, dass derjenige wirklich sterbenskrank ist und ein Gericht sich mit dem Fall ausführlich beschäftigt hat, wird beschlossen, ob der Sterbende die Hilfe bekommt. In der Schweiz ist dies hauptsächlich über Organisationen geregelt, die natürlich keinen finanziellen Vorteil daraus ziehen und sich viel Zeit für die Person nehmen. Ein Missbrauch ist somit zu 99% ausgeschlossen. Dem Sterbenskrankenmenschen wird dadurch ein Ende vor der Familie und Freunden ermöglicht, bis er oder sie durch ein Medikament schmerzfrei einschläft. So wird der Person ein würdevoller und selbstbestimmter Tod gestattet.
In einem inzwischen modernen, demokratischen und liberalen Deutschland wäre ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe ein Schritt in die Zukunft, um auch wirklich so modern zu sein, wie sich das Land immer gibt.
HvW
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen