Was kann ich dafür, dass ich auf dem Land wohne?
Diese Frage haben sich bestimmt so einige von euch gefragt, als sie mit dem Beginn des 11. Schuljahres ihre Fahrkarten für Bus und Bahn selbst bezahlen sollten. Als Schülern ist es uns zwar gestattet, günstige Tarife in Anspruch zu nehmen, aber erlassen werden uns die Kosten nicht.
Begründen tut man dies mit der Tatsache, dass die Schulpflicht in Deutschland nach dem 10. Schuljahr endet – dementsprechend ist die weiterführende Bildung Luxus und muss von uns zumindest zum Teil mitfinanziert werden.
Aber ist dem wirklich so? Drei Tatsachen belegen das Gegenteil.
1. Stadtkinder haben keine/ kaum Beförderungskosten – die Landbevölkerung wird stark benachteiligt, einige sogar mit langem Warten auf Bus und Bahn und endlos dauernden Fahrten doppelt bestraft.
2. Die meisten Jugendlichen in Deutschland besuchen nach dem 10. Schuljahr weiterhin eine Schule, ob es nun ein Fachgymnasium, ein Bildungszentrum oder eine Berufsschule ist, sei einmal dahin gestellt – Fakt ist: So gut wie jeder besucht weiterhin eine Schule!
3. In vielen Ländern der Welt werden die Beförderungskosten der Schüler vollständig bis zum Abschluss vom Staat getragen. Deutschland verhält sich seinen eigenen Schülern, seiner Zukunft gegenüber sehr ungerecht und spart an der falschen Stelle!
Seit ihr von diesem Problem betroffen? Schreibt uns und werft euren Kommentar in den grünen Briefkasten unter der Treppe im Foyer. Wir würden uns freuen, euer Geschriebenes schon in der nächsten Maia abzudrucken.
FCB
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