Die Paralympischen Spiele, auch Paralympics genannt, sind die Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderung. Früher sprach man von den „Weltspielen der Gelähmten“, „Olympiade der Behinderten“ oder „Weltspielen der Behinderten“, bis sie dann Paralympics (griech. Para und Olympics) genannt wurden, um die Nähe zur olympischen Bewegung und das Nebeneinander der Spiele auszudrücken.
Seit 1992 werden die Paralympischen Spiele mit den Olympischen Sommerspielen verbunden. Sie finden deshalb 3 Wochen danach am gleichen Ort statt, sowie auch dieses Jahr.
Unter ihnen auch Leo Rupp, ein ehemaliger Schüler des WHGs, der 2011 sein Abitur gemacht und nun die Entscheidung getroffen hat nach England zu fahren und Deutschland im Sportschießen (10m Luftgewehr; Klasse SH2) zu vertreten.
Das Sportschießen war bereits 1896 in Athen eine der olympischen Disziplinen, dafür wurden zwei Wettbewerbe für Gewehre und drei für Pistolen ausgerichtet. Die Frauen nehmen seit Los Angeles 1984 in getrennten Wettbewerben teil, früher konnten sie (ab 1968) in die „Männer-Teams“ integriert werden. Leos Schwester Charlotte Rupp ist Schülerin der Klasse 12b des WHGs und hat sich bereit erklärt dem Maia-Team einige Fragen zu beantworten.
Maia: „Wie lange trainiert Leo denn schon?“
Charlotte: „Seit 7 Jahren übt er den Sport aus und seit seiner Nominierung trainiert er täglich mehrere Stunden.“
Maia: „Wie kam es zu seiner Entscheidung an den Paralympics teilzunehmen?“
Charlotte: „Leo ist schon seit einigen Jahren in der deutschen Behindertennationalmannschaft und nach mehreren erfolgreichen Teilnahmen an internationalen Wettkämpfen (z.B. Weltcup USA, Weltcup London, Weltcup Türkei (Antalya), etc.) haben der Bundestrainer und der deutsche Behindertensportbund beschlossen, ihn zu den Paralympics mitzunehmen.“
Maia: „Das Ganze war bestimmt mit sehr viel Stress verbunden. Wer hat ihn in dieser Zeit unterstützt?“
Charlotte: „Natürlich stand seine ganze Familie voll hinter ihm und hat ihm Halt gegeben, wenn er z.B. nach 8 Stunden Training völlig gestresst nach Hause kam. Mein Vater ist mit Leo zur Einkleidung der Sportler nach Mainz gefahren, was wohl ein unglaubliches Erlebnis war. Meine Eltern sind auch nach London geflogen, um die Eröffnungsfeier und den Wettkampf zu sehen. Es war enorm schwer, überhaupt noch Karten zu bekommen. Ich finde, dass es viel wichtiger ist, bei so einem tollen Ereignis dabei zu sein und der Welt zu zeigen, dass man auch im Rollstuhl ein richtig guter Sportler sein kann.
Maia: „Leo ist nun ja schon angetreten. Wie hat er denn abgeschnitten?“
Charlotte: „Leo hat 595 von 600 Ringen getroffen. Das ist der 26. Platz von
31, wobei er aber z.B. den diesjährigen Weltcupsieger in Antalya besiegt hat. Leo war enorm aufgeregt und hat in der ersten Viertelstunde gar nicht geschossen vor Nervosität. Trotzdem ein super Ergebnis! Der 26. Beste der Welt!“
Maia: „Wie wird Leos Leben nach den Paralympischen Spielen aussehen? Hat er schon weitere Pläne für die Zukunft?“
Charlotte: „Nach den Paralympics wird Leo sein Medizinstudium an der Charité in Berlin fortsetzen und natürlich weiterhin fleißig trainieren.“
Maia: „Vielen Dank für das Interview!“
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