Samstag, 31. März 2012

Interview mit Frau Franck

 Da wir schon seit einigen Wochen eine Schulpädagogin an der Schule haben, wollte wir sie euch endlich mit einem Interview vorstellen. Dazu hat uns Frau Franck ein paar Fragen beantwortet:

1.Was ist eigentlich eine Sozialpädagogin?
Eine Sozialpädagogin unterstützt Menschen jeglichem Alter bei der Lösung
sozialer Probleme. Dabei kann es sich um Einzelpersonen, Gruppen, Familien
und anderen Systemen handeln. Sie beschäftigen sich mit den
Lebensverhältnissen der Menschen und versuchen bei sozialen Konflikten zu
vermitteln.
Besonderes Ziel der Sozialpädagogik ist die Förderung der Eigenverantwortung
der Menschen und die Stärkung des selbständigen Umgangs mit schwierigen
Lebenslagen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Abbau von
Benachteiligung, d.h. die Förderung der Integration von Minderheiten in die
Gesellschaft, sowie die Ermöglichung einer gleichberechtigten Teilhabe der
Menschen am öffentlichen Leben. In der Sozialpädagogik steht der Mensch im
Mittelpunkt.
Sozialpädagoginnen arbeiten je nach Einsatzgebiet in unterschiedlichen
Arbeitsumfeldern. Verwaltende Aufgaben werden in Büros erledigt, wohingegen
beratende Tätigkeiten entweder direkt in den Einrichtungen oder bei
Hausbesuchen in Privatwohnungen stattfinden.

2.Was beinhaltet ihre Arbeit hier bei uns am WHG?
Die Arbeit am WHG ist vielschichtig und interessant. Zum einen bin ich
Ansprechpartnerin für Schüler, Lehrer und auch Eltern. So kann es sich um
eine Einzelfallhilfe handeln (Beratung in Krisensituationen, Hilfe bei
Schulverweigerung, Vermittlung von Hilfsangeboten), Gruppenarbeit
(Konfliktbewältigung, Unterstützung bei speziellen Themen wie Mobbing etc.)
oder auch Präventionsarbeit in verschiedenen Bereichen wie
Gesundheitsförderung, Mobbing usw.

3.Bei welchen Problemen sind Sie anzusprechen?
Zu mir kann man kommen, wenn es Probleme mit Eltern, Freunden und/oder
Schule gibt. Oft ist es einfach hilfreich,wenn man sich mit jemandem
austauscht,der eine ganz andere Perspektive auf das Problem hat. Die Lösung
"schlummert" fast immer in uns selbst und wir benötigen nur jemanden, der
uns unterstützt, sie zu finden. Natürlich vermittle ich auch Kontakte zu
anderen Einrichtungen, die Hilfestellung geben können.
Man kann sich auch an mich wenden, wenn es Schwierigkeiten im Klassenverband
gibt. Da ich auch Mediatorin bin, kann ich bei gruppendynamischen Prozessen
und Konflikten vermitteln und so die Klasse unterstützten, für ihr Problem
eine Lösung zu erarbeiten.

4.Wann und wo kann man Sie bei uns finden?
Ich bin jeden Dienstag von 11 - 12.30 Uhr im ersten Stock (Raum 12) zu
finden. Ansonsten kann man mir eine email schicken oder über die Lehrkräfte
Kontakt zu mir aufnehmen.

5.Wie kamen Sie zu dem Beruf?
Ich habe schon als 16 jährige Kindergruppen angeleitet. Nach dem Abi habe
ich dann eine schulische Ausbildung zur Erzieherin absolviert und vor gut
1,5 Jahren habe ich dann erst mein Studium "Soziale Arbeit" beendet. Dazu
kamen jede Menge Fort-und Weiterbildungen. Ich denke, ich lerne nicht aus
und werde mich sicherlich noch weiter qualifizieren.

6.Macht Ihnen der Beruf Spaß?
Ja, ich mache meine Arbeit sehr gerne. Er ist sehr vielseitig und voller
Überraschungen. Und ich habe in den letzten Jahren viele interessante
Menschen kennen gelernt, von denen ich viel über Menschsein und das Leben
lernen durfte.

Viele Grüße
Jessica Franck

 Auch wir bedanken uns und wünschen Frau Franck alles Gute für ihre Zeit um WHG.

ChB, HvW

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