Sonntag, 26. August 2012

Die Europameisterschaft, ein Fest der Kritiker

Wenn in Deutschland die Fahnen ausgepackt werden, dann weiß jeder: Es ist Fußball. Ob Euro oder WM, wenn der Ball rollt und es um internationale Pokale geht, dann schmücken seit 2006 Fahnenmeere die Straßen Deutschlands, wie auch in diesem Jahr.Doch mit den Fahnen kommen auch immer die Kritiker. Pauschal kann jedem Deutschen dieser Tage Patriotismus, vielleicht auch Nationalismus unterstellt werden. Nichts Schlimmes in einer aufgeklärten Gesellschaft, so mag man meinen, doch die Kritiker widersprechen dem. Stolz schaffte es die Antifa wieder einmal auf die Titelseite der Bildzeitung mit dem Abbrechen von Autofahnen und anfügen von Texten. Dass viele Deutsche die Nationalelf nur feiern wollten und sich keineswegs nationalistischer Ideologie bedienten, war dabei egal. Patrioten werden in Deutschland schnell in die rechte Ecke geschoben; in anderen Ländern dieser Welt ist Patriotismus völlig normal. Mir selbst bleibt unklar, warum Patriotismus schädlich sein sollte, für die Fahnenabbrecher kommt Patriotismus einer Straftat gleich. Die Gesellschaft zumindest ist gespalten, ein Großteil möchte den Fußball nur feiern, einige wenige die Richtlinien dafür aufstellen, aber Mal ehrlich, brauchen wir Richtlinien zum Feiern?

Besonders interessant wurde diese Europameisterschaft jedoch, weil es Stimmen gab, die Spiele in der Ukraine zu boykottieren. Die Oppositionsführerin Julija Timoschenko war inhaftiert worden und wurde zu fragwürdigen Haftbedingungen, trotz Krankheit, in einem Gefägnis festgehalten. Stimmen forderten nun, dass die Spiele in der Ukraine entweder boykottiert oder gar abgesagt werden sollten. Natürlich hat sich Fußball-Deutschland auch davon nicht vom Feiern abhalten sollen, aber mir und vielen anderen hat sich während dieser Zeit eine Frage besonders aufgedrungen: Warum Alles politisieren?

In Deutschland kann man nicht Mal mehr Fußball schauen, ohne auf sein Handeln aufzupassen, man könnte schließlich jemanden in seiner Ideologie verletzen. Die Gesellschaft legt uns Fesseln an, langsam, aber fortschreitend. Wenn man uns Deutschen den Fußball nehmen kann, was noch Alles? Lasst uns unsere Freiheiten nicht aufgeben. Lasst uns das ausleben, was uns prägt, was uns Spaß macht. Lasst uns kritisch sein, aber lasst uns vor allem eines, lasst euch nicht Alles gefallen!

FCB

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