Wenn in Deutschland die Fahnen ausgepackt werden, dann weiß jeder: Es
ist Fußball. Ob Euro oder WM, wenn der Ball rollt und es um
internationale Pokale geht, dann schmücken seit 2006 Fahnenmeere die
Straßen Deutschlands, wie auch in diesem Jahr.Doch mit den Fahnen kommen
auch immer die Kritiker. Pauschal kann jedem Deutschen dieser Tage
Patriotismus, vielleicht auch Nationalismus unterstellt werden. Nichts
Schlimmes in einer aufgeklärten Gesellschaft, so mag man meinen, doch
die Kritiker widersprechen dem. Stolz schaffte es die Antifa wieder
einmal auf die Titelseite der Bildzeitung mit dem Abbrechen von
Autofahnen und anfügen von Texten. Dass viele Deutsche die Nationalelf
nur feiern wollten und sich keineswegs nationalistischer Ideologie
bedienten, war dabei egal. Patrioten werden in Deutschland schnell in
die rechte Ecke geschoben; in anderen Ländern dieser Welt ist
Patriotismus völlig normal. Mir selbst bleibt unklar, warum Patriotismus
schädlich sein sollte, für die Fahnenabbrecher kommt Patriotismus einer
Straftat gleich. Die Gesellschaft zumindest ist gespalten, ein Großteil
möchte den Fußball nur feiern, einige wenige die Richtlinien dafür
aufstellen, aber Mal ehrlich, brauchen wir Richtlinien zum Feiern?
Besonders interessant wurde diese Europameisterschaft jedoch, weil es
Stimmen gab, die Spiele in der Ukraine zu boykottieren. Die
Oppositionsführerin Julija Timoschenko war inhaftiert worden und wurde
zu fragwürdigen Haftbedingungen, trotz Krankheit, in einem Gefägnis
festgehalten. Stimmen forderten nun, dass die Spiele in der Ukraine
entweder boykottiert oder gar abgesagt werden sollten. Natürlich hat
sich Fußball-Deutschland auch davon nicht vom Feiern abhalten sollen,
aber mir und vielen anderen hat sich während dieser Zeit eine Frage
besonders aufgedrungen: Warum Alles politisieren?
In Deutschland kann man nicht Mal mehr Fußball schauen, ohne auf sein
Handeln aufzupassen, man könnte schließlich jemanden in seiner
Ideologie verletzen. Die Gesellschaft legt uns Fesseln an, langsam, aber
fortschreitend. Wenn man uns Deutschen den Fußball nehmen kann, was
noch Alles? Lasst uns unsere Freiheiten nicht aufgeben. Lasst uns das
ausleben, was uns prägt, was uns Spaß macht. Lasst uns kritisch sein,
aber lasst uns vor allem eines, lasst euch nicht Alles gefallen!
FCB
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen